Einladung zum Adventsmarkt



Heute und morgen ist unsere Waldorfschulinitiative auf dem Mechernicher Adventsmarkt mit einem großen Stand vor dem Rathaus vertreten.

Am

Samstag von 15.00 - 18.00 Uhr (bei gutem Wetter bis 20.00 Uhr)

und 

Sonntag von 11.00 - 18.00 Uhr


gibt es an unserem Stand allerlei selbstgebastelte Kostbarkeiten zu kaufen.


...Mobiles und Bilder aus Märchenwolle, Schönes aus Stoff und Walkstoff,
gefilzte Dinge und vieles mehr...

Kleine Besucher können in unserer Waldbastelstube nach Herzenslust mit Naturmaterialien basteln.

Natürlich haben wir auch einen kleinen Infostand mit dabei, an dem alle Interessierten mehr über die Waldorfschulinitiative erfahren können.

Was die Besucher sonst noch auf dem Markt erwartet, könnt ihr hier nachlesen.

Schaut doch mal vorbei, wir freuen uns auf euren Besuch!!

Rezept: Gebrannte Mandeln

Es duftet soooooo herrlich wenn man gebrannte Mandeln köchelt, oder?
Bei uns zuhause gibt es sie immer ab dem 1. Advent und wir verschenken traditionell immer viele, viele Säckchen an unsere Lieben.


Dieses hier ist das 1. und einzige Rezept, was ich je ausprobiert habe und da wir es alle grandios finden, wird das sicher auch so bleiben...

Man nehme:

-200g Rohrzucker (Es funktioniert auch mit 100-150g)
-1 gute Prise gemahlene Vanille, ich nehme immer die von Rapunzel, alternativ kann man aber auch 1 Päckchen Vanillezucker nehmen
-100ml Wasser
-200g ganze Mandeln
-Zimt nach Belieben

So geht es:

Zucker, Vanille, Zimt und Wasser aufkochen. Mandeln hinzufügen und unter Rühren weiterkochen, bis der Zucker "trocken" wird. Wer mag, kann an dieser Stelle aufhören und die Mandeln zum Erkalten auf einen Teller o.Ä. geben, die Mandeln sind dann etwas weicher und haben ein zuckriges Aussehen.
Wir machen es aber wie im Rezept angegeben und rühren noch weiter.
Und zwar solange, bis der Zucker wieder zu schmelzen beginnt und die Mandeln glänzen.
Man muß kräftig rühren, sonst backen die Mandeln an und verbrennen.
Nun können die Mandeln auf ein gefettetes Backblech zum Abkühlen gegeben werden.
Nach ein paar Minuten kann man sachte mit einem Holzlöffel auf die eventuell zusammen hängenden Stücke klopfen, um sie zu teilen.
In diesem Stadium haben die Mandeln das etwas dunklere, typische "Jahrmarkts"-Aussehen und knacken und knuspern beim Vernaschen.


BITTE UNBEDINGT BEACHTEN: DER ZUCKER WIRD UNGLAUBLICH HEISS BEIM KOCHEN UND MAN KANN SICH DURCH SPRITZER LEICHT VERBRENNEN!!!

Also seid bitte vorsichtig, mir ist mal ein Spritzer auf die Haut geraten, der dann dort noch "nachgebraten" hat und mir eine ordentliche Brandblase hinterlassen hat.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Mandelduft-im-ganzen-Haus-Grüße,
Hanna

Waldorfschulinitiative Mechernich

So wie es im Moment aussieht rückt der Wunschtraum von einer Waldorfschule in einer für uns erreichbaren Entfernung in greifbare Nähe!!
Die beiden Initiatorinnen, die das Projekt auf den Weg bis hierher gebracht haben, konnten sich schon über reichlich positives Feedback freuen, sowohl aus der Bevölkerung, als auch von Seiten der Wunsch-Gemeinde, wo die Waldorfschule später entstehen soll.
Das Ziel 100 Befürworter in 100 Tagen zu finden, wurde schon innerhalb weniger Tage erreicht.
Was nun noch fehlt, sind viele, viele helfende Hände und zahlreiche Schultern von "Mitstreitern" (wie die beiden es nennen), auf die die umfangreichen und vielseitigen Einzelaufgaben verteilt werden können, um dieses riesige Projekt auch tatsächlich umsetzen zu können.

Wenn ihr jetzt sagt: "Das ist genau das, wonach ich gesucht habe!", dann findet ihr hier alle Infos zum Thema:

http://mechernich.de/seiten/aktuelles/2014/05/Projekt_Waldorfschule.php
http://mechernich.de/seiten/leben_wohnen/Waldorfschule/Dokumente/Waldorf_Flyer.pdf
http://mechernich.de/seiten/leben_wohnen/Waldorfschule/Startseite.php
http://www.ksta.de/mechernich/initiative-in-mechernich-frauen-engagieren-sich-fuer-waldorfschule,15189152,27326662.html

Aber auch wenn ihr selber keinen Bedarf (mehr) an einer solchen Schule habt, weil die Kinder schon groß sind oder ihr zu weit weg wohnt, kennt ihr vielleicht jemanden der Interesse hätte.

Deshalb bitte weitersagen und/oder fleißig teilen!!

♥-lichen Dank!

Unser Jahr - Juni


Der Juni ist unser Sonnenmonat. Alles dreht sich um das Sonnenwend/Johannifest, das wir am 24. diesen Monat feiern.
Auf dem Jahreszeitentisch ist auch der Sommer eingezogen, sonnige Gelb- und Grüntöne hellen so manchen Regentag auf.
In dem Buch "All Year Round"(s.u.) habe ich vor einigen Jahren viele neue Ideen gefunden, speziell zum Thema "Sommer", die ich aus den deutschen "Waldorf-Büchern" noch nicht kannte.
So dreht sich im Juni eine schöne Sonnenspirale über dem Jahreszeitentisch und in den Fenstern glitzern Johanni-Sonnen aus Goldpapier.



Am Abend vor dem 24. werden wir ein Johannifeuer machen , Kartoffeln grillen, Stockbrot machen, Singen, Blumenkränze flechten und wer mutig ist, kann einen Sprung über das Feuer wagen. Das soll Glück, Reinigung und Gesundheit bringen. Unser Fest haben wir sonst immer am 24. gemacht, aber dieses Jahr wollen wir, als eine neue Familien-Tradition, zum ersten Mal mit den Kindern in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni im Garten zelten und dann am Morgen die Sonne wecken. 
Das schöne "Sonnen-weck-Ritual" habe ich in einem meiner neuen Lieblingsbücher gefunden (s.u.), die Sonne wird an ihrem Festtag mit besonderen Liedern freudig begrüßt, während sich der Himmel langsam rosa-orange färbt und die ersten Strahlen hervorgucken. Das wird sicher ganz besonders werden.



Rezept: Johannisbeerbowle
Die darf beim Johannifest nicht fehlen...
1 Schüssel rote Johannisbeeren
1 Flasche Saft (z.B. Apfel oder Traube)
1 Flasche Sprudelwasser
Eine Hand voll Zitronenmelisse

Die Johannisbeeren zusammen mit dem Saft und der Zitronenmelissen (die Melisse vorher in der Hand etwas zusammen knüllen, damit sie ihr Aroma preis gibt) in eine große Schüssel oder Karaffe geben. Für mindestens eine Stund kalt stellen und ziehen lassen. Danach mit Sprudelwasser aufgiessen und in Gläsern servieren. Wichtig (für meine Kinder): Unbedingt mit Beeren im Glas servieren, das Herauslöffeln der selbigen ist das Beste an der Bowle!




Aber könnt ihr euch vorstellen, dass nach Johanni die Tage schon wieder kürzer werden?
Überall ist es wunderbar grün und es blüht und duftet einfach nach Sommer.
Bei jedem Schritt kann man etwas Neues entdecken, die Kornblumen und Mohnblumen an den Rändern der Felder, "unser" Eichhörnchen, wie es fleißig Moos sammelt, um das Nest noch ein Bisschen gemütlicher zu machen, die Sonnenstrahlen, die ganz früh morgens in den Tautropfen auf allen Pflänzchen glitzern...
Doch eigentlich weiß man, dass es ja gar nicht mehr grüner werden kann, sondern die Natur sich schon langsam wieder auf den Herbst einrichtet, mit den ganzen Früchten und dem Gemüse was man jetzt schon ernten kann.
Wenn es nach meinen Kindern ginge, würden sie im Moment nur von den ganzen Himbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren, Schnittlauch, Salaten, Zuckererbsen usw, aus dem Garten leben. Sie wollen gar nicht mehr aufhören zu pflücken und zwischendurch betonen sie wie "überaus köstlich" alles schmeckt.



Sommerlieder, die wir singen:
-Die Sonne tönt nach alter Weise/Goethe;Melodie von?
-Durch den ersten Sonnenbogen/H.Diestel;Melodie variiert stark, je nach Kiga
-Trarira, der Sommer ist da/ A.Künstler;tradiert
-Lachen kommt der Sommer über das Feld/C.Bresgen
-Ich bin die Mutter Sonne/Ch.Morgenstern;A.Künstler
-Fliegt ein feurig's Männlein um/Jahr;Volksweise
-Muttergottes Gläschen blühet/ S.König;M.Garff
-Lasst uns singen: Sankt Johann/Volksweise
-und noch viele mehr (wird ergänzt, so wie sie mir einfallen)



Interessante Bücher mit Ideen, Geschichten oder Liedern sind für uns:
-Unser Sommer- und Herbstbuch
-Von Pfingsten, Mittsommer, Zwergen und Elfen (meine neue Lieblingsbücherserie)
-All Year Round
-Das Jahreszeitenbuch (natürlich!)
-Das große Jahresbuch für Kinder
-Festivals, Family and Food
-u.v.m (wird ebenfalls ergänzt, es gibt halt so viele schöne Bücher)

Beim Basteln und Gestalten sind wir viel draußen im Garten, oder beim Spazieren. Seifenblasen, Kreidemalen, Blumenkränze und -sträuße sind sehr beliebt bei den Kindern. "Buden"bauen, Hüpfekästchen, Feen- oder Zwergengärtchen einrichten und ganz viel Wasserspiel beschäftigen uns.



Im Garten gibt es natürlich auch viel zu erledigen. Die Kinder helfen gerne beim Sähen, Umpflanzen, Jäten, Giessen und Ernten. Ich finde besonders schön dabei, dass sie, je älter sie werden, sich mehr und mehr dafür interessieren, wie das alles funktioniert. Was die einzelnen Samen brauchen, damit daraus Pflänzchen werden. Müssen sie mit Erde bedeckt sein oder nicht, wie weit sollen sie auseinander liegen, brauchen sie einen Schutz aus Glas usw. Und auch die Pflänzchen werden von ihnen umsorgt, gegossen, gestützt.

Wenn wir draußen genau hinhören merken wir, dass die Vögel in diesem Monat von Tag zu Tag morgens und abends immer weniger singen. Am Ende des Sommers ist es dann schon richtig still...

Aber bis dahin ist ja noch Zeit zum Beeren pflücken und vor allem essen, zum Rosengelee einkochen, zum Ausnahmsweise-länger-aufbleiben-und Glühwürmchen-beobachten und was wir noch so alles im Sommer machen können.


Viele, in-Johanni-und-Einschulungs-Vorbereitungen-steckende Sommergrüße,


Hanna

Anleitung: Frühlings-Türkranz


Auch wenn die Temperaturen draußen im Moment scheinbar eine Frühlingspause eingelegt haben, war es doch an der Zeit unseren Winter-Türkranz in die Sommerpause zu schicken.
Beim Frühjahrsputz-Aufräum'-Entrümpeln war mir ein fast vergessener Kranz in die Hände gefallen, der sich prima für einen Frühjahrs-Türkranz eignet.

Du brauchst:
- Pflanzengefärbte Märchenwolle in grün, hellrosa, hellblau, versch. Brauntönen, dunkelblau, gelb
- Weiße Schafwolle im Vlies
- Einen Kranz aus Weinreben, Weide o.Ä.
- Seidenbändchen als Aufhängung
- Mittelstarke Filznadel und Filzunterlage
- Stecknadeln oder Heißkleber




So geht's:

Aus grüner Märchenwolle einen dünnen Strang ziehen, leicht eindrehen und mit der Filznadel zu einer lockeren Schnur filzen.





Ein wenig weiße und rosafarbene Wolle aufeinander legen und lose zu kleinen "Blüten" filzen.





Die Blüten im Abstand von ca. 5cm direkt auf die grüne Schnur filzen.



 Die Blütenschnur um den Kranz wickeln. Die Enden ein wenig überlappen lassen und vorsichtig mit der Filznadeln befestigen. Achtung: Die Nadel dabei nicht wie gewohnt senkrecht in die Wolle stechen, da sie leicht abbrechen kann. Stattdessen die Nadel so flach wie möglich von der Seite einstechen.




Aus brauner Wolle ein Nest formen und mit der Filznadeln verfestigen. Die Ränder dabei etwas nach oben biegen und mit der Nadel fixieren.



Das Nest mithilfe von Stecknadeln oder Heißkleber am Kranz befestigen. Ich habe einen Kranz aus Weinreben verwendet in den sich die Stecknadeln leicht einstechen lassen. Bei härteren Hölzern eignet sich Heißkleber besser.





Für das Vögelchen einen kleinen Strang blaue Wolle nehmen und einen Knoten in die Mitte machen.




Die beiden Enden des Stranges aufeinander legen und festfilzen.



Einen weiteren, Strang blaue Wolle nehmen und den kleinen Strang so darin einwickeln, dass der Knoten herausschaut. Der zweite Strang sollte um einiges breiter als der erste sein, da daraus der Vogelkörper entstehen soll.





Mit der Filznadel den Vogelkörper ausarbeiten.





Ein kleines Stückchen weiße Wolle lose in eine Flügelform filzen.

Mit dunkelblauer Wolle kleine Augen anbringen, in die Mitte ein winziges Fleckchen weiße Wolle anfilzen. Ein Stück gelbe Wolle zwischen den Fingern rollen und als Schnabel anfilzen.
Den Flügel am Vögelchen festfilzen.
Ein wenig grüne Wolle in das Nest legen und den Vogel hineinsetzen. Mit zwei Stecknadeln oder mit Heißkleber befestigen. Jetzt nur noch Seidenbändchen als Aufhängung am Kranz festbinden...

... Fertig!

Lieblingsbuch: Die Pflanzenmutter


Passend zum Frühlingsanfang am 20. März haben wir letzte Woche Die Pflanzenmutter von Jakob Streit gelesen.
Ein wunderschön zart illustriertes, klassisches Waldorfbuch. Es geht darum, wie die Pflanzenmutter mithilfe von Zwergen, Wasserelfen und anderen Naturgeistern die Erde aus ihrem Winterschlaf erweckt. Der Text ist schön geschrieben, mit Formulierungen, die man nicht jeden Tag liest.


Auszug: Pflanzenmutter sah viele Sämchen im Boden schlafen. Sie glimmten als abertausend Lebensfunken. Es war wie ein Sternenhimmel unten im dunklen Erdenkleid. "Ja, ja", sprach sie, "der Winter ist vorbei. Bald sollen die Lebensfunken der Blumen und Gräser hinaufwachsen. Es ist an der Zeit!"

Meine Kinder hören immer ganz andächtig zu, bei diesem "Seelenstreichlerbuch".